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Spülmaschine reinigen, wenn sie riecht: So wird sie wieder geruchsfrei

Von Mara Vogt, Redaktion

Spülmaschine reinigen, wenn sie riecht: So wird sie wieder geruchsfrei

Ein müffelnder Geruch aus der Spülmaschine gehört zu den hartnäckigsten Küchenproblemen überhaupt – dabei ist die Ursache fast immer dieselbe: Essensreste, Fett und stehendes Wasser, die sich in Ecken sammeln, die man beim Blick ins Gerät gar nicht sieht. Die gute Nachricht ist, dass sich der Geruch mit ein paar gezielten Handgriffen meist zuverlässig beseitigen lässt, ohne teure Spezialreiniger. Dieser Artikel zeigt, wo sich der Schmutz tatsächlich versteckt, wie man ihn Schritt für Schritt entfernt und was langfristig hilft, damit der Geruch nicht nach wenigen Wochen zurückkehrt.

Warum riecht die Spülmaschine überhaupt?

Der Geruch entsteht, wenn organische Reste – Essensstücke, Fett, Eiweiß aus Milchprodukten oder Soßenreste – in feuchten, warmen Bereichen der Maschine liegen bleiben und dort von Bakterien und Schimmelpilzen zersetzt werden. Genau diese Kombination aus Feuchtigkeit, Wärme und Nährstoffen macht das Innere der Spülmaschine zu einem idealen Nährboden.

Besonders betroffen sind Bereiche, die beim normalen Spülgang nicht vollständig durchgespült werden: der Filter im Boden, die Dichtung an der Tür, das Innere der Sprüharme und der Ablaufschlauch. Auch stehendes Restwasser im unteren Bereich der Maschine, das nach jedem Programm zurückbleibt, kann bei längeren Stehzeiten anfangen zu riechen. Wer die Maschine selten benutzt oder das Türfach nach dem Programm sofort schließt, begünstigt zusätzlich Feuchtigkeitsstau.

Wer generell mit unangenehmen Gerüchen in der Küche kämpft, findet in Essensgerüche aus der Küche natürlich entfernen: So wird die Wohnung wieder geruchsfrei weitere hilfreiche Tipps.

Den Filter reinigen: der wichtigste Schritt

Der Filter im Bodenbereich der Spülmaschine ist in den meisten Fällen die Hauptursache für schlechten Geruch, weil sich hier grobe Essensreste sammeln, die beim Spülen weggespült, aber nicht vollständig entfernt werden. Er lässt sich bei den meisten Modellen ohne Werkzeug herausnehmen.

So gehst du vor:

  1. Öffne die Tür und nimm den unteren Geschirrkorb heraus.
  2. Suche im Boden der Maschine nach dem runden oder ovalen Filtereinsatz – oft ist er mit einem Pfeil oder einer kleinen Markierung gekennzeichnet.
  3. Drehe den Filter gegen den Uhrzeigersinn (bei den meisten Herstellern) und hebe ihn heraus. Häufig besteht er aus einem groben und einem feinen Sieb, die sich trennen lassen.
  4. Spüle beide Teile unter fließendem, warmem Wasser ab und entferne festsitzende Reste mit einer alten Zahnbürste oder Spülbürste.
  5. Bei starker Verkrustung hilft ein kurzes Einweichen in warmem Wasser mit etwas Spülmittel.
  6. Setze den Filter erst wieder ein, wenn er vollständig sauber ist, und achte darauf, dass er richtig einrastet – ein locker sitzender Filter kann während des Spülgangs verrutschen.

Es lohnt sich, diesen Schritt regelmäßig einzuplanen, nicht nur wenn bereits ein Geruch auffällt. Ein Blick alle ein bis zwei Wochen reicht in den meisten Haushalten aus.

Türdichtung, Sprüharme und Ablauf säubern

Neben dem Filter sind die Gummidichtung an der Tür, die Sprüharme und der Ablaufbereich die häufigsten Orte, an denen sich Schmutz und Feuchtigkeit festsetzen. Diese Stellen werden beim normalen Spülprogramm nur unzureichend gereinigt und sollten separat kontrolliert werden.

Türdichtung von Ablagerungen befreien

In der Falte der Gummidichtung sammeln sich häufig Essensreste, Fett und ein schmieriger Belag, der besonders streng riechen kann. Wische die Dichtung mit einem feuchten Tuch oder einer alten Zahnbürste rundum ab und achte dabei besonders auf den unteren Bereich, wo die meiste Flüssigkeit abläuft. Bei hartnäckigem Belag hilft ein Tuch mit etwas verdünntem Essigreiniger – anschließend gut nachwischen, damit kein Essiggeruch in der Dichtung verbleibt.

Sprüharme freimachen

Die rotierenden Sprüharme haben feine Düsen, die sich mit Kalk oder Speiseresten zusetzen können. Nimm die Arme heraus, falls sie sich per Klick- oder Schraubverschluss lösen lassen, und spüle sie unter fließendem Wasser ab. Verstopfte Düsen lassen sich vorsichtig mit einem Zahnstocher oder einer feinen Nadel durchstechen. Sitzen die Löcher fest zu, sprüht das Wasser nicht mehr richtig, was wiederum dazu führt, dass Geschirr schlechter sauber wird und Reste liegen bleiben.

Ablaufbereich und Schlauch prüfen

Unter dem herausnehmbaren Filter befindet sich oft eine kleine Vertiefung, in der sich Essensreste, Glasscherben oder Obstkerne sammeln können. Diesen Bereich mit einem Tuch auswischen. Riecht die Maschine trotz sauberem Filter und sauberer Dichtung weiterhin unangenehm, kann auch der Ablaufschlauch betroffen sein – hier hilft meist ein Reinigungsprogramm mit Spülmaschinenreiniger oder Zitronensäure, da der Schlauch selbst nur schwer manuell zugänglich ist.

Moderne weiße Küche mit eingebautem Geschirrspüler aus Edelstahl neben Herd und Spüle.

Leerspülgang mit Essig oder Zitronensäure

Ein Leerspülgang mit Essig oder Zitronensäure löst Fett- und Kalkablagerungen im gesamten Innenraum und neutralisiert dabei Gerüche, die sich mit reiner Handreinigung nicht erreichen lassen. Diese Methode eignet sich gut als Ergänzung zur manuellen Reinigung von Filter und Dichtung, nicht als Ersatz dafür.

So funktioniert es:

  • Stelle eine spülmaschinenfeste Schüssel mit etwa 200 bis 300 Millilitern klarem Essig oder Essigessenz-Wasser-Gemisch in den oberen Korb der leeren Maschine.
  • Alternativ funktioniert auch ein Beutel Zitronensäure (aus der Drogerie oder dem Supermarkt), direkt in den Innenraum gestreut.
  • Wähle das heißeste verfügbare Programm und lasse es komplett durchlaufen.
  • Nach dem Programm die Tür einen Spalt offen lassen, damit Restfeuchtigkeit verdunsten kann.

Fertige Spülmaschinenreiniger aus dem Handel funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip und sind teils zusätzlich mit Entfettern oder Enzymen angereichert. Für die reine Geruchsbekämpfung reicht in den meisten Fällen Essig oder Zitronensäure völlig aus – Natron als zusätzlicher Schritt beim Zwischenreinigen kann helfen, Gerüche zu binden, sollte aber nicht gleichzeitig mit Essig in großen Mengen verwendet werden, da sich die Wirkung teilweise neutralisiert.

Warum kehrt der Geruch nach der Reinigung wieder zurück?

Der Geruch kommt oft zurück, weil die Ursache nicht dauerhaft beseitigt wurde, sondern nur die sichtbaren Ablagerungen entfernt wurden. Häufige Gründe sind ein zu selten gereinigter Filter, eine dauerhaft geschlossene Tür nach dem Spülgang oder ein Waschmittel, das nicht richtig dosiert wird und Rückstände hinterlässt.

Auch die Nutzungsgewohnheiten spielen eine Rolle: Wer die Maschine nur alle paar Tage anstellt und Geschirr mit Essensresten so lange darin stehen lässt, gibt Bakterien mehr Zeit, sich zu vermehren. Ebenso kann ein zu niedrig gewähltes Waschprogramm (etwa dauerhaft nur Eco- oder Kurzprogramme bei niedrigen Temperaturen) dazu führen, dass Fett nicht vollständig gelöst wird und sich über Wochen ein Belag aufbaut. Gelegentlich ein Programm mit höherer Temperatur einzuplanen, hilft, diesen Aufbau zu verhindern.

Ein weiterer, oft übersehener Punkt: zu wenig oder falsch dosiertes Spülmaschinensalz und Klarspüler können ebenfalls zur Geruchsbildung beitragen, weil hartes Wasser die Reinigungsleistung des Waschmittels mindert und Rückstände auf Geschirr und Innenwänden begünstigt.

Vorbeugen: So bleibt die Maschine dauerhaft geruchsfrei

Regelmäßige, kurze Pflegeschritte verhindern in der Regel, dass sich Geruch überhaupt erst aufbaut – deutlich effektiver, als erst zu reagieren, wenn es bereits unangenehm riecht. Ein paar einfache Gewohnheiten reichen oft aus:

  • Groben Speiserest vor dem Einräumen abstreifen, aber nicht zwingend abspülen – moderne Maschinen sind auf Essensreste ausgelegt, komplett sauberes Vorspülen verschwendet nur Wasser.
  • Den Filter alle ein bis zwei Wochen kurz herausnehmen und unter Wasser abspülen.
  • Die Tür nach jedem Programm einen Spalt offenlassen, damit Feuchtigkeit entweichen kann und sich kein Schimmel in Dichtung und Ecken bildet.
  • Einmal im Monat ein heißes Leerspülprogramm mit Essig oder Zitronensäure einplanen.
  • Spülmaschinensalz und Klarspüler entsprechend der Wasserhärte in der jeweiligen Region nachfüllen – Auskunft über die örtliche Wasserhärte geben die Wasserwerke oder der Versorger.
  • Nicht wochenlang schmutziges Geschirr in der geschlossenen Maschine stehen lassen, wenn kein Programm zeitnah gestartet wird.

Diese Routine kostet insgesamt nur wenige Minuten pro Woche, verhindert aber die Ablagerungen, die letztlich für den typischen modrigen Geruch sorgen.

Eine Person spült mit einer blauen Bürste einen Teller unter fließendem Wasser an einer Küchenspüle mit Steinarbeitsplatte.

Ähnliche Pflege benötigt übrigens auch ein anderes Haushaltsgerät, wie unser Ratgeber Waschmaschine reinigen und entkalken: So geht’s richtig zeigt.

Geruchsursachen in der Spülmaschine und Reinigungsorte

Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte ich den Filter der Spülmaschine reinigen?

Ein Rhythmus von ein bis zwei Wochen hat sich in den meisten Haushalten bewährt, bei intensiver Nutzung mit viel Fett oder Essensresten auch wöchentlich. Riecht die Maschine bereits, sollte der Filter sofort kontrolliert werden, unabhängig vom letzten Reinigungstermin.

Kann ich Essig und Natron zusammen in der Spülmaschine verwenden?

Beide Mittel lassen sich einsetzen, aber nicht unbedingt gleichzeitig in größeren Mengen, da sich die chemische Wirkung teilweise gegenseitig aufhebt. Sinnvoller ist es, sie nacheinander in getrennten Programmen zu nutzen – etwa Essig für einen Leerspülgang und Natron als leichtes Scheuermittel bei der manuellen Reinigung von Dichtung und Filter.

Riecht die Spülmaschine schlecht, obwohl der Filter sauber ist – woran liegt das?

Dann liegt die Ursache oft in der Türdichtung, den Sprüharmen oder dem Ablaufschlauch, die beim einfachen Blick in die Maschine leicht übersehen werden. Auch abgelaufenes oder falsch gelagertes Spülmaschinenmittel, das klumpt oder ranzig wird, kann für Geruch sorgen und sollte kontrolliert werden.

Ist es normal, dass eine neue Spülmaschine anfangs riecht?

Ein leichter, fabrikneuer Kunststoffgeruch in den ersten Wochen ist üblich und legt sich häufig nach einigen Spülgängen von selbst. Riecht die Maschine dagegen modrig oder faulig, deutet das eher auf ein Montage- oder Ablaufproblem hin und sollte vom Kundendienst geprüft werden.

Hilft es, die Spülmaschinentür immer offen zu lassen?

Einen Spalt offen zu lassen reicht aus und verhindert Feuchtigkeitsstau, ohne dass die Maschine im Alltag im Weg steht. Dauerhaft weit geöffnet zu lassen ist nicht nötig und kann in Haushalten mit kleinen Kindern oder Haustieren sogar zur Stolperfalle werden.

Quellen

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